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Nachrichtenarchiv 
 
            
 
 
 
Achtung: Radarfalle 
 
Der Monat Juli nähert sich und mit ihm beginnt die Hauptreisezeit. Hauptreisezeit, dass heisst volle AUtobahnen, Staus in erdrückender Hitze! Aber auch, viele Unfälle. Der Monat Juli ist einer offiziellen Statistik entsprechend der Monat mit den höchsten Unfall- und Todesraten auf Fanzösischen Strassen. 
 
Die französische Regierung hat vor wenigen Jahren Massnahmen ergriffen, um die Sicherheit auf den Französischen Strassen zu erhöhen. Zu diesen Massnahmen gehörte die Installation von festen Radaranlagen. Mittlerweile sind es in  Frankreich mehr als 1000 installiert worden und zwar auf allen Strassenarten- also Autobahnen, National-und Departementalstrassen. Die fixen Anlagen werden in aller Regel durch entsprechende Schilder auf den Strasse vorangekündigt. Auf der folgenden Webseite können Sie die Standorte der Randaranlagen in den jeweilien Regionen ausfindig machen. Hierzu genügt ein Klick auf die entsprechende Region. 
 
Anders ieht es natürlich mit den mobilen Anlagen aus. Die Anzahl der eingesetzten Geräte wechselt täglich und ebenso natürlich die Standorte. Frankreich-Urlauber sollten sich auf Kontrollen  vorbereiten, die von Hubschraubern aus  vorgenommen werden. 
 
 
 
Schlechte Nachrichten für die Lavendelanbauer 
 
Die diesjährige Lavendelernte fällt für die Anbauer alles andere als gut aus . Ernterückgänge von bis zu 70% als Folge von 120 Frostnächsten und anschliessend extremer Trockenheit, stellen für viel von ihnen geradezu eine Katastrophe dar und stellen so manche Existenz in Frage. Der Preis pro Tonne Lavendel ist in den letzten Jahren aufgrund zunehmender Konkurenz deutlich gefallen. Zudem waren auch die Jahre zuvor alles andere als erfreulich für die Anbauer, denn die letzte “normale Ernte” datiert im Jahre 2000. Ganze Lavendelfelder müssen neu beflanzt werden. Der Preis für 1 ha Neubepflanzung liegt zwischen 1500€ und 2000€. Noch ist ungeklärt, ob und inwieweit die betroffen Bauern finanzielle Unterstützung erhalten werden. 
 
Weitaus weniger von der schlechten Ernte betroffen sind hingegen die Anbauer des weitverbreiteten Lavandin, einer dem Lavendel ähnelden Pflanze. 
 
 
Wann wird’s mal wieder richtig Frühling ????? 
 
02.06.2006 
Brrrh ! Es ist kaum zu glauben, aber es ist kalt in der Provence. Dabei sah es vor einer Woche noch so aus , als sei der Frühling nun endlich eingetroffen. Warme 30° waren es da. Doch dann kam der grosse Temperatursturz. Von heute auf morgen fiel die Temperatur um 10 Grad. Der Mistral, der seit nunmehr nahezu 2 Wochen unaufhörlich weht, wurde auch zunehmend kälter.  
 
Folge : wer nicht wirklich muss, verlässt sein Haus nicht. Und viele Haushalte schalten die Heizung oder den Kamin wieder ein. So etwas hat es in der Provence seit Jahrzehnten nicht mehr gegeben. 
 
So mancher Tourist ist wegen des Wetters ein wenig enttäuscht. Statt T-Shirt und Shorts trägt er besser einen wärmenden Pullover und lange Hosen.  
 
Dennoch — die Sonne erhellt auch in diesen Tagen die Gemüter . Und auf einer windgeschützten Terasse kann man  sich auch jetzt gut entspannen. Regen ? Ach ja, den gab es auch irgendwann. Aber das ist schon wieder lange her. 
 
Glaubt man den Wetterfröschen, so wir die Temperartur langsam aber sicher steigen und ein Ende des Listrals deutet sich für Pfingstmontag an. 
 
 
Ferienhausbesitzer aufgepasst! 
 
Seit dem 1. Januar 2006 müssen alle privaten Swimming pools über Sicherheitsvorkehrungen verfügen, die insbesondere Kleinkindern den unbeaufsichtigten Zugang zum Pool verhindern. 
Sollte sie diese Vorkehrungen noch nicht installiert haben, dann ist Eile geboten. Denn das Strafmass kann bis zu 45.000 €  erreichen. 
 
Eine neue Gesetzgebung regelt auch den Betrieb privater Kläranlagen (fosses séptiques). Seit Beginn des Jahres müssen diese alle eine Norm entsprechen. Wie diese genau aussieht, weiss derzeit offensichtlich nur eine Minderheit von Beamten. Allerdings sind die Départements gehalten, die Umsetzung dieser Norm zu garantieren und zu kontrollieren. 
 
Preise sinken 
Zum Schluss noch etwas Erfreuliches. Seit Jahresbeginn erlaubt ein neues Gesetz dem Einzelhandel die Preise für Nahrungs-, Körperpflege und Haushaltsprodukte im Preis zu senken. Und tatsächlich: sämtliche Einzelhandelsketten machen hiervon regen Gebrauch. Je nach Kette wurde zum Teil bis zu 2000 Produkte zwischen 2% und 15% im Preis reduziert. 
Nicht unbedingt begeistert von diesen Massnahmen sind die Markenartikelhersteller, die bei den für die überwiegend im Februar anstehenden Verhandlungen mit dem Einzelhandel versuchen werden, Preiserhöhungen durchzusetzen. 
 
 
 
Frühling in der Provence 
 
Es ist Frühling in der Provence. Der Winter war lang und kalt. In den Höhenlagen fiel soviel Schnee wie seit 20 Jahren nicht mehr. Regen gab es auch, für viele zuviel. Aber auch dieses Mal nicht genug um die Wasserreservoirs vollständig aufzufüllen. 
 
Frühling, das ist auch die Jahreszeit der Erwachens. Die Menschen verlassen ihre Häuser wieder, um sich mit Feunden und Bekannten in den Strassen und auf den Märkten zu einem Schwätzchen zu treffen. 
 
Die Mandelbäumme stehen in voller Blüte, ebenso wie zahlreiche Obstbäume- wie z.B. Aprikosen und Kirschen. Jetzt sieht man auch überall Tulpen, Hyazinthen und Narcissen erstrahlen, der Klatschmohn wir ihnen schon bald folgen. 
 
Und auch die Tierwelt scheint über das Ende des langen Winters froh zu sein. Schon sieht man die ersten Eidechsen sich in der Sonne baden. Wild kaninchen bringen ihre Jungen zur Welt, Schmetterlinge und andere Insekten erobern den Luftraum zurück. 
 
Ja, jetzt kehrt das Leben wieder zurück in die Provence. Und mit ihm die vielen Touristen, die sich Jahr für Jahr in dieses sonnenreichen Fleckchen Erde begeben, um die Herrlichkeit der Natur und die Freundlichkeit der Menschen jedes aufs Neue entdecken zu können 
 
 
Todesfälle sorgen für Gesprächstoff 
 
Drei Todsfälle sorgten in den zurückliegenden Wochen für einigen Gesprächstoff im Département.  Zunächst war es der ltd. Staatsanwalt aus Carpentras, der auf einsamer Strecke bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam. Obschon dieser Unfall schon einige Wochen zurückliegt , dauern die Ermittlungen um den eigentlichen Unfallhergang noch an. Da offensichtlich kein anderes Fahrzeug in diesen Unfall verwickelt war und keine Bremsspuren am Unfallort gefunden wurden, ranken die Spekulationen in alle nur denkbaren Richtungen. 
 
Wenige Zeit später wurde in den Gorges de la Nesque  ein leerstehendes Fahrzeug  aufgefunden. Offensichtlich stand dieses  Fahrzeug bereits seit einiger Zeit einsam und verlassen in der Gegend  herum. Ermittlungen nach der Fahrzeughalterin ergaben, das diese bereits seit geraumer Zeit als vermisst gemeldet wurde. Eine Suche nach ihr setzte unmittelbar ein, blieb aber zunächst erfolglos. Wochen später wurde ihr Leichnam dann einige in einem entfernteren Waldstück  aufgefunden.  
 
Ein Mordfall zu Beginn des Jahres sorgte dann für Gesprächstoff in ganz Frankreich. Ein Postbeamter wurde in seinem Büro auf dem Gelände der Fremdenlegion in St Christol mit einem gezielten Kopfschuss getötet und sein Büro ausgeraubt. Die zwischenzeitlich erfolgten Untersuchungen ergaben, das der Schuss nicht aus einer Militärwaffe abgegeben wurde. Zum Zeitpunkt der Tat hielten sich ca. 43 Personen auf dem Gelände auf. Die Polizei hofft den Täter in diesem Kreis ausfindig machen zu können. 
 
 
Aktuelles zum Wetter 
Das Wetter sorgt nahezu täglich für Gesprächsstoff unter den Einwohnern. Zu heiss, zu kalt, nicht genügend Regen, Mistral, Dürre, usw. Ist die Sonne auch nur einen Tag hinter einem grauen Wolkenschleier verborgen, so beginnt das Klagen über das schlechte Wetter und eine allgemeine Depression macht sich breit.  
 
 
Gegenwärtig ist es einmal zu kalt. Bereits seit Wochen liegen die Temperaturen unter denen für die Jahreszeit üblichen. In den Höhenlagen des Vaucluse kam es zu vereinzeltem Schneefall. Sehr zur Freude der Wintersportbegeisterten hüllt sich der Mont Ventoux bereits seit Wochen unter einer weissen Schneedecke. 
 
Der Frost der vergangen Wochen hat dazu geführt, das einige kleinere Seen zugefroren sind und den Menschen hier einen eher ungewohnten Anblick bieten. 
 
Allerdings hat diese Wetterlage in den letzten Wochen auch dem einen oder anderen eine unerfreuliche Überraschung geboten. Probleme mit den Überlandleitungen für Strom und Telefon gibt es hier zwar regelmässig, dennoch haben sich die Vorfälle in den letzten Wochen gehäuft. Schlimmer noch traft es andere, deren Wasserleitungen unter dem Frost litten und barsten.  
 
Da in einigen Gegenden ein ausgesprochener Mangel an Handwerkern herrscht, waren einige Haushalte über Tage hinweg ohne Wasserversorgung. In einigen Zeitungen wurde dazu aufgerufen, die Kälteisolierung der Wasserleitungen und insbesondere des Wasserzählers zu überprüfen. Da viele Häuser nur mangelhaft oder manchmal auch gar nicht gegen Kälte isoliert sind, sind Wasserrohrbrüche auch innerhalb der Häuser keine Seltenheit. 
 
 
Weinachtszeit, Weihnachtszeits, Weihnachtszeit  ..... ist da  
 
Ja, ja es weihnachtet sehr. Auch in der Provence, insbesondere im Département Vaucluse findet in allen Städten und grösseren Gemeinden Weihnachtsmärkte statt. (siehe Veranstaltungskalender weiter unten) 
 
Nicht Essen und Trinken stehen hierbei im Vordergrund, sondern die Händlern bietet vor allen Dingen Handwerkliches (z.B Holzarbeiten, Schmuck, Textilien, Kerzen,...) an. 
 
Touristen, die nach dem Dufft von Lebkuchen und gerösteten Mandeln oder Kartoffelpuffern und Glühwein suchen, werden vielfach nicht fündig werden, denn diese Dinge entsprechen nicht unbedingt dem französischen Geschmack. 
 
Sämtliche Gemeinden erstrahlen nun in weihnachtlicher Beleuchtung und wirken dabei noch romantischer als ohnehin. Diese Weihnachtsbeleuchtung wird in vielen Gemeinden bis Ende Januar/ Mitte Februar erfolgen.  
 
In nahezu allen Gemeinden werden Weihnachtskrippen ausgestellt. Eine provencalische Besonderheit bilden dabei die Santons. Hierbei handelt es sich um in liebevoller Handarbeit 
hergestellten Krippenfiguren, die das tarditionelle  Leben in der Provence reflektieren und insbesondere die verschiedenen Berufe darstellen. Die Geschichte dieser Santons ist lang. Während der französischen Revolution z.B. war die Herstellung der Santons und das Aufstellen von Krippen auch in den Privathaushalten bei Strafe  verboten. 
 
Eine weitere typische provencalische Tradition stellen die '13 Desserts' statt. Ursprünglich wurden diese Nachspeisen im Anschluss an die Christmette gereicht. Die Zahl 13 leitet sich dabei von der biblischen Überlieferung des Letzten Abendmahles ab, d.h. Jesus und die 12 Jünger. Wenngleich heute die Zusammensetzung dieser Nachspeisen von Familie zu Familie variiert, so finden sich die 
'4 mendiants' auch heute noch auf den meisten Weinachtstischen wieder. Bei den ' 4 mendiants' handelt es sich um Trockenfrüchte, deren Farbe die Farbe der Kutten von Bettelorden reflektiert. Walnüsse stahen dabei für den Augustinerorden, getrocknete Feigen für den Franziskanerorden, Mandeln für die Karmeliter und Rosinen für den Dominikanerorden.  
 
 
  
Wintereinbruch im Département Vaucluse 
 
Ungewöhnlich früh hielt der Winter in diesem Jahr Einzug. In der letzten Woche fiel in den Höhenlagen des Vaucluse Schnee, die Temperaturen gingen dort nachts bis auf minus 15 Grad zurueck. Selbst in den Niederungen kam es zu Schneefall  und extremer Kälte. Hier machte den Menschen insbesondere der eisige Mistral zu schaffen. Nach Auskunft von Météo France lagen die Temparaturen um mehr als 5 Grad unter der jahrezeitüblichen Temperatur. 
 
Nachdem mittlerweile der Schnee geschmolzen ist, kam es am Wochende zum Teil zu heftigen Regenfällen, die in einigen Gemeinden die Strassen vorübergehend unbefahrbar machten. 
 
                              
                                                                  
 
 
Unruhen in Frankreich 
 
Sicherlich haben auch Sie in den Nachrichten verfolgt, dass es in den zurückliegenden Wochen insbesondere in Paris, aber auch einigen anderen Städten zu gewalttätigen Aktionen jugendlicher Banden kam. Um der Lage Herr zu werden, hat die französische Zentralregierung die Départements ermächtigt je nach Lage den Ausnahmezustand und damit einhergehend Ausgangssperren zu erklären.  
 
Da es im Département Vaucluse nur vereinzelt zu Vorfällen kam, hat die Préfektur keinen Anlass gesehen, hiervon Gebrauch zu machen. 
 
Zwischenzeitlich hat sich die Lage in ganz Frankreich wieder beruhigt. 
 
Nachfrage nach Sonnenenergie nimmt zu 
 
Mehr als 300 Tage Sonnenschein im Jahr und dennoch in puncto Nutzung der Sonnenenergie ganz weit hinten im vergleich zu anderen Europäischen Regionen. Im Departement Vaucluse sind es bis dato weniger als 300 Haushalte, die von dieser natuerlichen Energiequelle Gebrauch machen. Die hohen Energiepreise der letzten Monate haben jedoch dazu geführt, dass das Interesse für die Sonnenenergie zunimmt. Hierzu tragen sicherlich auch die beträchtlichen Subventionen, die vom Departement und einigen Kommunen in Aussicht gestellt werden bei. 
 
Interessant ist auch zu vermerekn, dass die Nachfrage nach Kaminen wieder zunimmt.Auch hier ist der Anstieg der Gas-, Elektrizität- und Ölpreise der wesentliche Auslöser.  
 
 
 
2005 - ein guter Jahrgang 
 
Liebhaber eines guten Tropfen Weines dürfen sich freuen. Auch der Jahrgang 2005 wird sich durch eine hervorgehobene Qualität auszeichnen- so zumindest ie Weinbauern. In einigen Anbaugebieten hat die Weinlese bereits begonnen. Wie in den anderen französischen Anbaugebieten, so leiden auch die Weinbauern in der Provence unter der nachlassenden Nachfrage und dem Verfall der Preise. Immer stärker wird zudem die Konkurrenz in Qualität und Preis aus Südamerika, Australien und Südafrika. Wenngleich Weine aus diese Regionen im französischen Handel eher weniger anzutreffen sind, so beeinträchtigen sie doch im zunehmenden Masse die Position des französischen Weines im Export. Um dem harten Wettbewerb stand halten zu können, haben eine Vielzahl von Weinbauern beschlossen, den Qualitätsaspekt stärker in den Vordergrund zu stellen. De facto wird dies dazu führen, dass der Ertrag pro Hektar bewirtschafteten Landes geringer ausfallen wird. Welche Auswirkungen dies auf den Preis haben wird ist allerdings noch unklar. 
 
 
Ein Paradies für Höhlenforscher 
 
Vielen Touristen, aber auch Einheimischen unbewusst, ist die Tatsache, dass das Departement Vaucluse eine Vielzahl von unterirdischen Gängen und Höhlen aufweist, die zum Teil noch nicht einmal erforscht sind. Neueren Einnschätzungen zufolge dürfte das Vaucluse diejenige Region Europas sein, die das höchste Vorkommen an unteridischen Höhlen und Gängen aufweist.  
Falls Sie sich einen ersten Eindruck über die Aktivitäten von Speleologen in der Provence verschaffen möchten, so besuchen Sie die folgende Webseite. 
 
 
 
Herbst in der Provence 
 
Langsam aber sicher hält der Herbst auch in der Provence Einzug. Die Tage werden kuerzer und die Temparaturen sinken auf angenehme 20 bis 25 Grad. Nachts kann es schon recht kühl werden. Insbesondere in den höher gelegenen Orten sinkt das Thermometer auch schon einmal unter die 10 Grad. Die Heizperiode hat begonnen und so sieht man gelegentlich auch schon Rauch aus den Schornsteinen aufsteigen. Die Touristen sind weniger geworden, aber es gibt sie immer noch. Man erkennt sie leicht an den T-Shirts und kurzen Hosen, die sie im Gegensatz zu den Einheimischen auch jetzt noch tragen.Das Leben verlagert sich langsam wieder in die Häuser und Wohnungen. Die Strassencafés sind sichtlich leerer und die Anzahl der Feste nimmt ab. Herbst, das ist die Zeit der Jäger, die Wildschweinen, Rehen und Hirschen nachstellen und natuerlich der Pilzsammler, von denen viele auch den König der Pilze, den Trüffel, suchen.  
Der Herbst ist aber auch die ideale Zeit fuer Wanderer und Radfahrer.Da es in den letzten Wochen hin und wieder auch einmal geregnet hat, zeigt sich ihnen die Natur in einem Grün, das es sonst so nur im Frühjahr gibt. 
 
Fährt man jetzt mit dem Auto durch die Gegend, so sieht man an vielen Orten Winzer bei der Lese der dunkelblauen Weintrauben. Heerscharen von Helfern aus Rumänien und Polen, aber auch aus anderen Ländern unterstützen sie dabei.Und all sind sich sicher: dieser Jahrgang wird ein ganz besonderer. 
 
Anhaltende Trockenheit fuehrt zu verschaerften Kontrollen 
 
Die Trockenheit der letzten Monate macht der Provence auch weiterhin zu schaffen. Nachdem es auch in den letzten Wochen kaum Niederschlaege gegeben hat, haben einige der am staerksten von der Trockenheit betroffen Kommunen nunmehr Personal eingesetzt, das die Einhaltung der bereits im Fruehjahr beschlossen Massnahmen sicherstellen soll. Die "Agenten" haben das Recht jeden Verstoss mit einem Bussgeld von bis zu 1500€ zu belegen.  
 
Oben ohne? Besser nicht! 
 
Ja, ja, die anhaltende Hitze und Schwuele macht doch so manchem Besucher ganz schoen zu schaffen. Wie verlockend ist es da doch fuer manchen - insbesondere Herren- sich einfach einmal seines T-Shirts zu entledigen und mit nackter Brust durch die Strassen der Doerfer und Staedte zu spazieren. Achtung! Mag dieses Verhalten in einigen Laendern durchaus toleriert sein, so sollte man sich in Frankreich durchaus auf eine Verwarnung mit entsprechender Busse (11€) einstellen. Diese Erfahrung haben in den letzten Wochen sowohl einige Einheimische als auch Touristen machen duerfen.  
 
Lidl-Maerkte verwuestet 
 
Einige Lidl-Maerkte in den Departements Vaucluse, Gard und Bouches du Rhone erhielten erhielten in der letzten Woche unerwuenschten Besuch. Einige Obst-und Gemueseanbauer hatten sich zusammengetan, um die Obst-und Gemueseregale in den betroffenen Geschaeften umzustossen und die Produkte fuer den weiteren Verkauf unbrauchbar zu machen. Emotionaler Anlass dieser Aktionen war ein Sonderangebot der Discounterkette, das den Verkauf von Birnen aus Suedafrka zu einem Preis vo 0.89€ vorsah. 
Schon seit geraumer Zeit sehen sich die Obst-und Gemueseanbauer einem zunehmend staerkerem Druck des Einzelhandels ausgesetzt. Viele der Bauern klagen darueber, das sie ihre Produkte nur verlustbringend an den Einzelhandel verkaufen koennen und fuerchten daher um ihre Existenz. 
 
Anstieg der Touristenzahlen 
 
Des Dapartement Vaucluse verzeichnet derzeit einen deutlichen  Anstieg der Touristenzahlen im Vergleich zum Vorjahr. Besonders stark zugenommen hat die Anzahl der Last-Minute Buchungen. Waehrend die Anzahl auslaendischer Touristen insbesondere aus Grossbritanien, Holland und Belgien waechst, zeichnet sich bei den franzoesischen Touristen eine gegenlaeufige Bewegung ab. 
 
 
Waldbrandgefahr  im Departement Vaucluse 
 
Die anhaltende Trockenheit der letzten Monate hat auch im Departement Vaucluse die Besorgnis vor Waldbraenden ansteigen lassen. Die Prefektur des Departement hat die Umgebung um die Staedte Orange und Avignon in die hoechste Risikostufe(très sévère) eingruppiert. Carpentras, Cavaillon und Pertuis gelten als ernsthaft gefaehrdet (sévère), die Umgebung von Bedoin und Apt wurden als moderat gefaehrdet eingestuft. 
 
Avignon putzt sich heraus 
 
Teile des Altstadtzentrums von Avignon werden Ende des jahres in neuem Glanz erstrahlen. Ab September dieses Jahres muessen eine Vielzahl von Hausbesitzern die Fassaden ihrer Haeuser renovieren. Avignon gehoert  zu den wenigen Staedten in Frankreich, die eine solche Verordnung erlassen kann. Da es sich um keine freiwillige Massnahme der Besitzer handelt, haelt sich deren Freude entsprechend in Grenzen. Allerdings duerfen sie auf entsprechende finanzielle  Unterstuetzung der Stadt hoffen.In Gespraech sind Subventionen, die zwischen 23€ und 30€ je Quadratmeter liegen. Betroffen sind die Besitzer von Hauesern in den folgenden Strassen: Rue de l' Hôpital, Rue de la République, Place Jean Jarés und Place Saint Marc. Die betroffenen Eigentuemer werden direkt von der Stadtverwaltung angeschrieben werden.  
 
 
 
Carpentras - Darf's ein bisschen Genuss sein 
 
Carpentras zaehlt zu den nur 23 Staedten Frankreichs, die fuer ihre besondere kulinarische und kulturelle Identitaet ausgezeichnet wurden. Um ein wenig hiervon auch der Vielzahl von Touristen, die Carpentras besuchen bekannt zu machen, hat die Stadt in Zusammenarbeit mit dem Office de Tourisme das Programm "Terroir et Patrimoine" ins Leben gerufen. Neben dem Entdecken der Natur (z.B des Mont Ventoux, der Dentelles de Montmirail) gehoeren Besichtungen von Weinguetern der Umgebung ebenso dazu wie das Entdecken der lokalen Kueche. Sieben Reastaurants, die diese besonders verkoerpern, bieten bis zum 30 September Spezialitaetenmenues, die zwischen 15€ und 25€ liegen. Erkennbar sind diese Restaurants an entsprechenden Aufklebern an ihren Fenstern. Eine vollstaendige Liste ist im Office de Tourisme erhaeltlich. Diejenigen, die gerne Bonbons moegen,  haben die Moeglichkeit die handwerkliche Herstellung von "Berlingots" in der Confisserie du Mont Ventoux live mitzuerleben. Das Programm "Terroir et Patrimoine" beinhaltet viele andere Aktivitaeten. Schauen Sie doch einfach ein mal auf die Webseite http://www.tourisme.fr/office-de-tourisme/carpentras.htm 
 
 
Erhoehung der Gemeindesteuern 
 
Erstmals seit 1990 hat der Conseil Général de Vaucluse eine Erhoehung der Gemeindesteuern beschlossen. Die durchschnittliche Erhoehung der 4 direkten Steuern (taxe d'habitation, taxe sur foncier bati, taxe sur le fond non bati und taxe professionelle) belaueft sich auf ca. 15,4%. 
 
Der praesident der Versammlung des Departement Vaucluse? Claude Haur, fuehrt den Anstieg u.a. auf die Dezentralisieurng und damit verbundenen weiterreichenden Aufgaben des Departements zurueck.Berechnungen zufolge muss ein durchschnittlicher Haushalt ca. 18,40 Euro p.a. mehr fuer die tax d'habitation bezahlen. Bei der taxe sur le fond bati sind ca. 20 Euro mehr zu veranschlagen.  
 
Durch die Steuererhoehungen verspricht sich das Departement eine Mehreinnahme von 20 Millionen Euro. 
 
  
  Trockenperiode - Departement Vaucluse ergreift erste         
  Massnahmen 
 
Unzureichende Niederschlaege in den letzten 6 Monaten haben dazu gefuehrt, dass mehrere Sektoren des Departement Vaucluse sich bereits jetzt einer Trockenperiode mit all ihren Konsequenzen ausgesetzt sehen. Fachkreise gehen davon aus, dass die gemessene Niederschlagsmenge in den zurueckliegendem Halbjahr je nach betroffenem Sektoren zwischen 50% und 75% unter dem Normalniveau liegt. Infolgedessen hat die prefektur des Department beschlossen, fuer fuenf Sektoren entsprechend Massnahmen zu ergreifen, die Privathaushalte ebenso betreffen wie Industrie und Landwirtschaft. 
 
Im Einzelnen wurden die folgenden Massnahmen in Kraft gesetzt: 
 
Privathaushalten ist es untersagt, Rasen und Ziergaerten in der Zeit zwischen 9 Uhr und 20 Uhr zu bewaessern. Das komplette Auffuellen privater Schwimmbaeder ist untersagt. Ausgenommen hiervon sind neuerrichtete Schwimmbaeder. Das auf Niveau Anfuellen privater Schwimmbaeder ist allein in der Zeit zwischen 22 Uhr und 7 Uhr gestattet. Gaenzlicher untersagt ist das hauesliche Waschen von Fahrzeugen. 
 
Oeffentliche Gruenanlagen und Sportplaetze duerfen nur ausserhalb des Zeitraums zwischen 9 Uhr und 20 Uhr besprengt werden. Besondere Regelungen sind fuer die Betreiber von Golfplaetzen in Kraft gesetzt worden. 
 
Saemtliche Industrieunternehmen sind gefordert, ihren Wasserverbrauch um 10% zu reduzieren, wobei woechentliche Kontrollen vorgesehen sind. 
 
Landwirtschaftlichen Betrieben wurde die Betreibung von Wasserbesprengungsanlagen in der zwischen 9 Uhr und 20 Uhr untersagt. Hiermit soll eine Reduzierung des Wasserverbrauchs in diesem Sektor um 20% erreicht werden. 
 
Im Falle von Verstoessen gegen diese Massnahmen droht ein Bussgeld von bis 1.500 €. Da mit erheblichen Biederschlaegen in den naechsten Wochen nicht zu rechnen ist, wird allgemein davon ausgegangen, dass es spaetestens Ende Mai zu einer Verschaerfung der ergriffenen Massnahmen kommen wird.  
 
Wöchentlicher Abendmarkt in Pernes les Fontaines 
 
Eigentlich sollte es nur ein einmaliger Versuch sein, der wöchentliche Abendmarkt in Pernes les Fontaines. Doch der grosse Erfolg des letzten Jahres hat nun den Gemdeirat dazu bewegt, dieses Konzept auch in diesem Jahr fortzusetzen. 
 
Es sind zwei Besonderheiten, die diesen Markt kennzeh dem 14 September jeweils Mittwochichnen. Zum Einen die Tageszeit, an dem er staffindet- bis einschliesslich abend zwischen 18 Uhr und 21 Uhr. Zum Anderen dadurch, dass hier nur der Hersteller selbst vermarktet, also keine Zwischenhändler zugelassen- also Ware nur direkt vom Hersteller verkauft werden darf. 
 
Natürlich hat sich der Erfolg dieses Konzeptes im gesamten Departement herumgesprochen. Nicht verwunderlich, dass mittlerweile auch andere Kommunen wie z.B. Cavaillon und Valreas über ähnliche Konzepte nachdenken. 
 
                          
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